Wieso engagiere ich mich für herzkranke Kinder und deren Familien?

Angefangen hat alles mit 2 Herzkindern.
Ianis und Zoey.
Wenn man noch nie mit Familien Kontakt hatte, die ein herzkrankes Kind haben, ist es fast unbegreiflich wie diese das meistern (müssen).
Mir war dieses Leben ebenfalls fremd. Es ist mir immer noch fremd.
Dann lernte ich den kleinen Jungen kennen, der sich im Wiener AKH mit seiner Mama, von einem Schicksalsschlag zum Nächsten schleppen musste.
Mein Gott, war der kleine Mann stark. Ich werde sein Winken, das er mir und meiner Schwester zum Abschied geschenkt hat in Erinnerung behalten.
Ich musste seiner Mama große Bewunderung aussprechen. 
Ist es doch wahnsinnig schwer den Spagat zwischen Ehemann und Geschwisterkinder Zuhause und krankem Kind im Spital hinzubekommen.
Für eine Mama die all ihre Liebsten jeden Tag um sich hat, unvorstellbar.
Und wenn dann eines deiner Kinder, über die Regenbogenbrücke wandert...
Unvorstellbar. Mir fehlen immer wieder die Worte.
In jedem Herzwichtel stecken auch ein paar wundervolle Gedanken an dich, lieber Ianis! 
...
Und dann kam Zoey!
Mit Zoey's Mama bin ich vor langer Zeit zur Schule gegangen.
Facebook sei Dank, haben wir einander wieder gefunden.
Natalie (Zoey's Mama) hatte eine normale Schwangerschaft.
Alles war bis zum Zeitpunkt der Geburt in Ordnung.
Sie haben ein "gesundes" Kind zur Welt gebracht. Dachten sie ...
Erst nach der Geburt haben die Ärzte festgestellt, dass die kleine Dame einen schweren Herzfehler hat.
Eine Diagnose die einer junge Familie den Boden unter den Füßen blitzartig wegreisst.
Mit einem Mal ändert sich einfach alles und NICHTS ist mehr wie es vorher war. 
Natalie hat eine starke Tochter, die jeden Tag auf's Neue beweisen möchte, dass ihre Eltern, Großeltern und Freunde alles richtig machen. 
"Zoey" bedeutet Leben - und das zeigt sie uns alles jeden Tag auf's Neue.
Natalie setzt sich für Eltern ein, die ebenfalls mit der Diagnose "Herzfehler" konfrontiert wurden/werden.
Und da kam ihr die Idee eines "Maskottchens".
Es musste ein Glücksbringer, ein kleiner Beschützer her!
Und diesen haben wir dann gemeinsam in's Leben gerufen.
 
Ich beschäftige mich jeden Tag mit diesem Thema und es lässt mich scheinbar nicht mehr los.
Auch unser Boden begann bei einer Routineuntersuchung plötzlich zu bröckeln.
Es ist ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann wenn der Arzt mit seinem Stethoskop vor dir sitzt, dein Kind untersucht und plötzlich die Augen schließt um noch konzentrierter sein kleines Herz abzuhören.
Wenn er dann die Augen aufmacht, dich ansieht und sagt:
...ich möchte gerne bei ihrem Sohn ein EKG und einen Herzultraschall machen. Ich höre ein Herzgeräusch ...
...ja dann wird dir ganz anders.
Dann siehst du dir dein Kind an, dann deinen Partner. Und es beginnt zu rattern in deinem Kopf.
Unser Sohn, hat ein kleines Loch im Herzen.
Dieses hätte sich nach der Geburt von selbst schließen müssen.
Hat es aber nicht getan und muss somit mehr oder weniger regelmäßig kontrolliert werden.
Unser Kind hat keinerlei Einschränkungen.
Gott sei Dank.
Und wieder wurde mir einmal mehr bewusst, dass ich Herzeltern helfen möchte. Ich bin der Meinung, dass Menschen die gesund sind, denen helfen sollten, die es nicht sind.
Wir haben die Kraft uns einzusetzen.
Und das tu ich auch ... aus voller Überzeugung.

Hier könnt ihr Zoey's Abenteuer in's und durch's Leben mitverfogen: